Guten Tag,

herzlich willkommen auf meiner Homepage. Ich habe sie vor einigen Jahren eingerichtet, weil ich hoffte, dass einige der Texte und Bilder auf ein gewisses Interesse stoßen könnten. Die meisten Beiträge stehen in einem mehr oder weniger engen Zusammenhang mit meiner Arbeit für die Zeitschrift Unterricht Biologie. Aber auch meine Arbeit an dem Buch über Adelbert von Chamissos Weltreise hat ihren Niederschlag in einigen Aufsätzen gefunden.

Tatsächlich war dieses Interesse bisher deutlich größer, als ich ursprünglich vermutet hatte. Das freut mich natürlich und motiviert mich, weiter zu machen. Ein Thema, dem ich mich in letzter Zeit verstärkt gewidmet habe, ist die Bedeutung von spontaner und wenig gepflegter Vegetation für den Erhalt der Biodiversität in dicht besiedelten Gebieten (vgl. z. B. „Der grüne Pelz“, „Wachsen lassen“, „Saumbiotope“, „De Vriesentopf“).

Ich habe die Beiträge der Übersichtlichkeit wegen in verschiedene Themenbereiche eingeteilt, wobei ich manche Aufsätze mehreren Themenbereichen zugeordnet habe.

Wilfried Probst

Wilde Möhre (Daucus carota)

Wilde Möhre (Daucus carota) am Bodensee bei Manzell (Foto W.Probst)

Nach dem Kompass-Lattich möchte ich noch eine einheimische Wildpflanze vorstellen, die Ursprungsart für eine wichtige Kulturpflanze ist: die Wilde Möhre (Daucus carota). Die Pflanze blüht bei uns von Mai bis Anfang August. Dieses Jahr mit seinen vielen warmen Sonnentagen ließ die Möhrenbestände sehr gut gedeihen. Die charakteristischen weißen Doppeldolden, meist mit einer schwarzen „Mohrenblüte“ in der Mitte, bilden an vielen Wegrändern – wie im Bild am Bodensee bei Manzell – große Bestände.

Innerhalb der Doldenblütengewächse sind weiße Doppeldolden als Blütenstände weit verbreitet. Sie sehen bei den verschiedenen Arten sehr ähnlich aus, aber die Mohrenblüte ist ein Alleinstellungsmerkmal der Wilden Möhre. Über die biologische Bedeutung dieser durch Anthocyane sehr dunkel gefärbten Blüte findet man in der Literatur die Vermutung, dass es sich dabei um eine Fliegenattrappe handelt, die andere Fliegen anlockt.

Wilde Möhre mit dunkler Mittelblüte; ist es eine Fliegenattrappe? (Foto W. Probst)

Man könnte vermuten, dass der Name „Möhre“ oder „Mohrrübe“ mit der dunklen Mittelblüte zu tun hat. Aber das stimmt nicht . Der Name kommt vom mittelhochdeutschen „morche“, „morhe“ oder „more“ für „Rübe“ oder „dicke Pfahlwurzel“. Bis heute werden Möhren in Norddeutschland ja auch „Wurzeln“ genannt. Andere Namen sind Karotte oder Gelbe Rübe. Sie beziehen sich auf die von Carotin verurachte orangegelbe Farbe der Kultur-Möhre. Die Wurzeln der Wilden Möhre sind weißlich oder schwach crremefarben, aber sie schmecken und riechen nach Karotte.

Vogelnestartiger Fruchtstand der Wilden Möhre (Foto W. Probst)

Möhren sind zweijährig. Im ersten Jahr bildet sich eine Blattrosette mit einer dicken Pfahlwurzel. Kultur-Möhren werden in diesem Zustand geerntet. Im zweiten Jahr werden die in der Pfahlwurzel gespeicherten Reservestoffe zum Aufbau der Blütenstände genutzt, die bis über 1 m hoch werden können.

Die neuesten drei Beiträge

"Europäische Werte"


Phylogenie und Ontogenie der Wasserleitungsbahnen bei Pflanzen


Exkursionsangebot für die PH Weingarten im Sommersemester 2022


Inhalt

Basiskonzepte der Biologie

Biografisches und Historisches

Biologische Vielfalt

Energie und Umwelt

Exkursionen

Schulgärten

Symbiose und Parasitismus

Unterricht Biologie

Verschiedenes